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Wissenswertes zu ALL IN-Vereinbarungen

Verpflichtende Angabe des Grundgehaltes bzw. Grundlohnes

Für alle ab 1.1.2016 neu getroffenen Pauschalentgeltvereinbarungen gilt die gesetzliche Verpflichtung, dass der Dienstgeber die betragsmäßige Höhe des Grundgehaltes bzw. Grundlohnes im Dienstvertrag oder Dienstzettel auszuweisen hat. Das Entgelt für die Normalarbeitszeit muss also für den Dienstnehmer ersichtlich sein. Ein bloßer Verweis auf gesetzliche oder kollektivvertragliche Bestimmungen ist nicht mehr ausreichend.

Erfolgt keine entsprechende Angabe, hat der Dienstnehmer zwingend Anspruch auf das Grundgehalt bzw. den Grundlohn einschließlich der branchen- und ortsüblichen Überzahlungen vergleichbarer Dienstnehmer von vergleichbaren Dienstgebern am Dienstort (Ist-Grundgehalt bzw. Ist-Grundlohn; vgl. § 2g Arbeitsvertragsrechts-Anpassungsgesetz).

 

Quelle: NÖDIS Nr. 9, Juli 2016