Artikel

Artikel

Krankheit und Zeitausgleich

Krankheit während Zeitausgleich-welche Auswirkung hat das auf den Zeitausgleich?

Ein Dienstnehmer vereinbart mit seinem Dienstgeber im Vorhinein für den Zeitraum 14.9.2016 bis 15.9.2016 Zeitausgleich. Der Dienstnehmer erkrankt jedoch am 11.9 bis 16.9.2016. Welche Auswirkung hat das auf den Zeitausgleich?

Zeitausgleich stellt eine bezahlte Freistellung von der Arbeitsverpflichtung und somit Freizeit dar. Die Vereinbarung, das erwirtschaftete Zeitguthaben in Form von Zeitausgleich abzubauen, stellt aber nur eine andere Verteilung der Arbeitszeit dar.

Die Ansprüche auf Entgeltfortzahlung (EFZ) des §8 angestelltengesetzt bzw. §2 Entgeltfortzahlungsgesetz (EFZG)setzten voraus, dass der Dienstnehmer durch Krankheit oder Unfall an der Leistung seiner Arbeit verhindert ist. Eine Arbeitsverhinderung kann jedoch nur in Zeiten besteht, an denen der Dienstnehmer überhaupt zur Arbeitsleistung verpflichtet ist. Erkrankt der Dienstnehmer in einem Zeitpunkt, in dem er nicht zur Arbeitsleistung verpflichtet ist (Zeitausgleich), so besteht kein Anspruch auf EFZ. Nicht die Erkrankung im Zeitausgleichszeitraum bewirkt die den Entfall der Arbeitsleistung, sondern die mangelnde Verpflichtung zur Arbeitsleistung infolge torgeleisteter Arbeit durch den Dienstnehmer.

Quelle:  Niederösterreichischen DGservice Ausgabe 2/2016 71. Jahrgang